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Film

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„Die Gärten von Linné: Hinkeloord und De Dreijen“
Eine Dokumentation von Stijn van der Loo

 


Die Natur im Kreislauf der Jahreszeiten
Obwohl eine Dokumentation über das Arboretum historische oder botanische Aspekte darstellen kann, entschied Stijn van der Loo sich dafür, die Natur im Lauf der Jahreszeiten zu zeigen. „Den Aspekt des Gartens als Informationsquelle lasse ich in meiner Dokumentation bewusst außer Acht, denn ich wollte verhindern, dass der Film den Charakter eines Kurses bekommt. Man muss bedenken, dass der Zuschauer nicht unbedingt das behält, was erzählt wird, sondern wie es erzählt wird. Er erinnert sich daran, wie jemand spricht oder lacht, oder mit welcher Energie jemand redet. Auf diese Weise kommt ein Porträt zustande. So bin ich auch beim Arboretum vorgegangen. Entstanden ist ein Porträt, das für den Zuschauer ein überwältigendes Erlebnis ist.“

Musik
In fast allen Werken van der Loos ist Musik ein Leitmotiv. Auch in dieser Dokumentation spielt der Ton eine wichtige Rolle. Dabei setzte er vor allem Geräusche aus der Natur ein, aber auch Streichermusik. Der Ton verstärkt das aktive Erleben des Films. „Der Besucher von Het Depot sieht den Film auf drei großen Bildschirmen. Einstellungen des Gartens wechseln einander ab und gehen ineinander über. Da der Zuschauer von einem Surround-System umgeben ist, kommt der Ton von allen Seiten. Wenn dann der Herbststurm losbricht, hat der Zuschauer auch tatsächlich ein Gefühl von Herbst. Der Wechsel der vier Jahreszeiten ist im Film eine wahnsinnige Erfahrung.“

Zeitlos
Es war die erste Dokumentation van der Loos, in der keine Menschen vorkommen. Sogar die Skulpturen im Garten sind nur schemenhaft zu sehen, ebenso wie die markanten Gebäude. Der Fokus richtet sich ausschließlich auf die Entwicklung der Natur. Das Filmen ohne Menschen war nicht immer einfach. „An einem der Drehtage sah sich der Kameramann etwas missmutig um“, erzählt van der Loo. „Er sagte: „Egal wo man sich hinstellt, man kann hier einfach nur schöne Aufnahmen machen.“ Und tatsächlich liegt gerade darin die Gefahr. Denn eine Dokumentation mit lauter schönen Bildern funktioniert nicht. Der Film muss eine dramatische Entwicklung haben.“
Van der Loo skizziert, wie er diesen dramatischen Spannungsbogen anhand der wechselnden Jahreszeiten aufbaut. „Der Film beginnt tastend mit Bildern des anbrechenden Frühlings und blüht zum Sommer hin auf. Im Herbst erlebt er seinen Höhepunkt: Dann fegt ein starker Herbststurm durch den Garten. Danach legt sich winterliche Ruhe in den Film, und er geht nahtlos über in den Frühling. So fassen wir den zeitlosen Kreislauf der Jahreszeiten in Bilder.“

 

 

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